Nun ist es tatsächlich so weit: Meine zwei Jahre UWC Atlantic sind vor einigen Wochen zu Ende gegangen. Seitdem hatte ich viel Zeit, auf diese besondere Zeit zurückzublicken und darüber nachzudenken, was ich von meinen Freunden, Lehrern, Hauseltern und natürlich auch vom IB mitnehmen möchte.
In diesen zwei Jahren durfte ich unglaublich viel von den Leuten um mich herum lernen—nicht nur über die Vielfalt von Kulturen, sondern vor allem über die Vielfalt von Menschen. Das IB war manchmal herausfordernd, aber ich hatte das Glück von Menschen umgeben zu sein, die mich ermutigt haben und mir gezeigt haben, wozu ich fähig bin.
Rückblickend erscheint mir etwas besonders wertvoll, das mir im Alltag oft gar nicht bewusst war: Die Spontanität und Freude an kleinen Abenteuern. Ein Wort, das diese Zeit für mich besonders gut beschreibt, ist „Neugier“. Neugier darauf, Menschen kennenzulernen, Geschichten zu hören, ins kalte Wasser zu springen und Dinge auszuprobieren, die zunächst einschüchternd wirken. Diese Neugier wurde durch das Umfeld am UWC Atlantic jeden Tag aufs Neue gestärkt.
Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören unsere “Sea Dips”. Ein paar gute Freunde und ich hatten uns eine Challenge vorgenommen, jeden Tag einmal morgens ins kalte Wasser zu rennen—einschließlich im Winter—und dann danach zum Frühstück zu gehen. Auch wenn es wirklich kalt war, hatten wir jeden Morgen etwas zu lachen und so sichergestellt, nie einen Waffel-Montag zu verpassen.
Nach meinem Abschluss habe ich einige Wochen mit Freunden aus dem College beim Interrailing verbracht. Dabei konnten wir bei Freunden in verschiedenen Ländern übernachten und ihre Kulturen aus nächster Nähe erleben. Einer meiner Lieblingsmomente war, als ein ungarischer Freund mit uns gemeinsam Gulasch gekocht hat und wir stundenlang zusammen am Tisch saßen, gegessen und uns ausgetauscht haben. Solche Augenblicke haben mich daran erinnert, wie besonders die Gemeinschaft ist, die durch UWC entstanden ist.
Inzwischen bin ich wieder zu Hause und bereite mich auf meinen nächsten Lebensabschnitt vor. In einem Monat werde ich in die USA fliegen, um in Princeton zu studieren – voraussichtlich mit einem Schwerpunkt auf Politik. Auch wenn mir dieser Schritt manchmal etwas Respekt einflößt, freue ich mich unfassbar darauf. Besonders schön ist, dass zwei weitere Freunde aus meinem Jahrgang ebenfalls dort studieren werden, was meine Vorfreude nur verstärkt! Zwischen Visumanträgen, Krankenversicherung und all den organisatorischen Vorbereitungen belege ich derzeit noch einen Sommerkurs in Philosophie, in dem ich oft mein IB Theory of Knowledge Wissen anwenden kann.
Für die vergangenen zwei Jahre—und für all die Türen, die mir durch UWC geöffnet wurden—bin ich von Herzen dankbar. Ohne diese Unterstützung hätte ich diese Erfahrung nicht sammeln können. Vieles von dem, was ich gelernt habe, werde ich in die kommenden Jahre mitnehmen, und ich hoffe, die Chancen, die sich dadurch eröffnet haben (und auch von nun an öffnen werden), bestmöglich zu nutzen. Hoffentlich werde ich auch einmal auf dieselbe Art zukünftige Schüler*innen unterstützen können.